Der Guide für Windy.app
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Der Guide für Windy.app

⏱ Lesezeit: ca. 7 Minuten

Windy.app hilft dir zu entscheiden, wann du rausgehen solltest und wann besser nicht — mit Wind- und Wettervorhersagen für deinen genauen Spot.

In diesem Guide lernst du:

  • Das Wetter in weniger als einer Minute zu prüfen
  • Die angezeigten Informationen zu verstehen
  • Bessere Entscheidungen zu treffen

Navigation — spring direkt zum gewünschten Abschnitt:

In 60 Sekunden loslegen

Prüfe in weniger als einer Minute, wo und wann du rausgehen kannst. In drei Schritten:

  1. Einen passenden Spot finden
  2. Die Vorhersage öffnen
  3. Modelle vergleichen

1) Einen passenden Spot finden

Wenn du gleichmäßigen Wind brauchst, schau zuerst auf die Farbskala für den Wind:

Legende der Windfarbskala

Suche dann auf der Karte nach dieser Farbe:

Einen passenden Spot auf der Karte finden

Was „optimal“ ist, hängt natürlich von deiner Aktivität ab, etwa Kitesurfen oder Segeln. Wenn der Wind weniger wichtig ist, prüfe Böen, Regen, Dünung und Wassertemperatur oder blende zusätzliche Ebenen wie Nebel und Fronten ein.


2) Die detaillierte Vorhersage öffnen

Beginne mit den Grundlagen: Wind, Böen und Regen.

Ansicht der grundlegenden Wettervorhersage

Prüfe bei Bedarf weitere Details, etwa Wellen, Strömungen oder Temperatur.

Weitere Vorhersageparameter

Du findest nicht, was du brauchst? Nutze die Voreinstellungen für verschiedene Aktivitäten (Einstellungen → Profil).

Weitere Parameter über Voreinstellungen hinzufügen

3) Modelle vergleichen (optional)

Jedes Modell liefert eine etwas andere Vorhersage. Ein Vergleich hilft dir einzuschätzen, wie verlässlich sie ist. Du musst nicht verstehen, wie Modelle funktionieren — folge einfach den Schritten unten.

Vorhersagemodelle vergleichen

Jede Linie zeigt die Windvorhersage eines anderen Wettermodells.

🌤

Tipp vom Meteorologen:

  • Stimmen die Modelle überein → höheres Vertrauen in die Vorhersage
  • Wenn nicht → rechne mit Unsicherheit. Verschiebe deinen Ausflug, wähle einen anderen Spot oder warte auf die nächste Aktualisierung (ca. 6 Stunden)
💡

Wenn du das ein paar Mal gemacht hast, liest du Vorhersagen schnell und intuitiv.

✓ Die Grundlagen kennst du jetzt — gehen wir ins Detail.
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Direkt vor dem Aufbruch: 3 schnelle Checks

⚠️

Die tatsächlichen Bedingungen können sich schneller ändern, als die Vorhersage aktualisiert wird. Diese drei schnellen Checks helfen dir, sicherere Entscheidungen zu treffen.

1) Regenradar prüfen

  • Das Radar zeigt den tatsächlichen Regen jetzt gerade (keine Vorhersage) in einem Umkreis von ca. 100–200 km.
  • Windy.app ergänzt eine kurze 2-Stunden-Vorhersage (Nowcasting).
  • Tippe auf Wiedergabe, um zu sehen, wie sich der Regen bewegt.
Regenradaransicht

Zum Thema schnelle Wetterwechsel: Schau dir an, wie weit sich dieses Regenband in nur 2,5 Stunden bewegt hat:

Bewegung des Regenbands einer Kaltfront
🌤

Tipp vom Meteorologen: Ein langes Regenband, das sich schnell bewegt, ist häufig eine Kaltfront. Sie kann einen Winddreher und stärkere Böen, Schauer und Gewitter sowie nach ihrem Durchzug einen Temperaturrückgang bringen.

Radar auf der Karte prüfen

2) Aktuellen Wind prüfen (Wetterstationen)

  • Wetterstationen zeigen tatsächlichen Wind und Böen — keine Vorhersage.
  • Die Vorhersage kann falsch liegen. Stationen zeigen die Realität.
Wetterstationsansicht

So liest du die aktuellen Winddaten:

  1. Stimmen sie mit der Vorhersage überein?
  2. Nimmt der Wind zu oder ab?
  3. Prüfe die Böen — sie können den entscheidenden Unterschied machen.
💡

Du musst die Wetterstation nicht auf der Karte suchen. Die nächstgelegenen Stationen findest du direkt unter der Vorhersagetabelle:

Nächstgelegene Wetterstationen auf der Spot-Seite
Aktuellen Wind auf der Karte prüfen

3) Die neueste Vorhersage prüfen

Prüfe, welches Modell zuletzt aktualisiert wurde. Das steht unter der Vorhersagetabelle. Hat sich die Vorhersage geändert?

Zeitpunkt der letzten Vorhersageaktualisierung

Wenn es auf die genaue Uhrzeit ankommt, wechsle vom 3-Stunden- zum 1-Stunden-Intervall. So lässt sich leichter planen.

Vorhersage im 1-Stunden-Intervall
🌤

Tipp vom Meteorologen: Neue Vorhersagen berücksichtigen die neuesten Beobachtungen. Bei schnellen Wetterwechseln kann das einen großen Unterschied machen.

Aktualisierung der Vorhersage prüfen
✓ Jetzt weißt du, was du vor dem Aufbruch prüfen solltest.
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Startbildschirm

Öffne schnell die Vorhersagen für deine Lieblingsspots, wechsle zur Wetterkarte oder suche einen neuen Spot. Menü → Einstellungen, Konto, Support.

Startbildschirm von Windy.app
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Wetterkarte

Ebenen bestimmen, WAS du siehst: Wind, Regen oder Wellen. Die Zeitleiste bestimmt, WANN. Für manche Ebenen lassen sich unterschiedliche Vorhersagemodelle auswählen, etwa HRRR.

Bedienelemente der Wetterkarte

Die Einstellungen bestimmen, WIE die Karte aussieht: Basiskarte, Spots usw.

Zusätzliche Karteneinstellungen
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Spot-Vorhersage

Auf diesem Bildschirm kannst du die Bedingungen prüfen, den Spot besser verstehen und den besten Zeitpunkt wählen.

Windrose

Windrose
Sie zeigt, wie Wind und Wellen auf den Spot treffen. Dieselbe Richtung kann sich je nach Küstenverlauf ganz unterschiedlich auswirken: Nordwestwind kann an einem Spot auflandig und an einem anderen ablandig sein.

Modell- / Modusauswahl

Modell- und Modusauswahl
Wähle die Vorhersageansicht: den Modus „Bestes Modell“, den Vergleichsmodus oder ein bestimmtes Wettermodell.

Windy-Leiste

Windy-Leiste
Verschaffe dir schnell einen Überblick über 10 Tage Windvorhersage, wähle vielversprechende Tage aus und sieh sie dir dann genauer an.

Vorhersagetabelle

Vorhersagetabelle
Wähle eine genaue Uhrzeit und sieh alle Parameter in einer Spalte. So übersiehst du keine hohen Wellen oder Regen, auch wenn der Wind gut aussieht.

Nächstgelegene Wetterstationen

Nächstgelegene Wetterstationen
Bis zu 3 Stationen in der Nähe findest du unten auf dem Spot-Bildschirm: mit den neuesten Windmessungen, einem 24-Stunden-Verlauf und einer KI-Vorhersage für 24 Stunden.
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Wetterstation

Wetterstationsansicht

Ein Beispiel für aktuelle Winddaten einer Wetterstation, die bis zu einmal pro Minute aktualisiert werden:

  • Es sind echte Messdaten, keine Vorhersage
  • Sie helfen dir, deine Vorhersage zu bestätigen oder anzupassen
  • Sie zeigen Trends: ob der Wind stärker oder schwächer wird
  • Sie zeigen dir, wann der Wind endlich passt, damit du zum Spot aufbrechen kannst
💡

Richte Windy.app so ein, dass du Vorhersagen schneller lesen kannst:

  • Füge deine üblichen Spots und Wetterstationen zu den Favoritenhinzu.
  • Passe die Tabelle der Spot-Vorhersage so an, dass sie die für dich wichtigen Parameter zeigt.
  • Nutze zusätzliche Wetterebenen für mehr Kontext: Nebel, Hurrikane, Fronten und Isobaren.
✓ Jetzt findest du dich in der App zurecht.
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Wettermodelle — der Schlüssel zur Genauigkeit

Vorhersagen stammen aus Wettermodellen wie ECMWF oder GFS. Windy.app bietet mehr als 15 davon — die besten der Welt.

  • Globale Modelle: langer Vorhersagezeitraum, aber grobe Details
  • Regionale Modelle: mittlerer Vorhersagezeitraum und Detailgrad
  • Lokale Modelle: kurzer Vorhersagezeitraum, hoher Detailgrad

Warum du mehrere Modelle prüfen solltest: Verschiedene Modelle eignen sich für unterschiedliche Anforderungen. Übereinstimmung schafft Vertrauen, Abweichungen erfordern Vorsicht.

So erhältst du eine möglichst genaue Vorhersage für deinen Spot:

  1. Beginne mit ECMWF (insgesamt die beste Wahl). Du findest es im Modellmenü des Spots oder auf der Karte:
    Auswahl des ECMWF-Modells
  2. Für mehr Genauigkeit wähle „Bestes Modell“ — das Modell, das hier in den letzten 10 Tagen am besten lag. HRRR ist sehr gut, reicht aber nur 1,5 Tage voraus. Deshalb ergänzen wir ICON13, um den Zeitraum zu verlängern.
    Auswahl des besten Modells
    🌤

    Tipp vom Meteorologen: „Bestes Modell für diesen Spot“ bedeutet, dass es den Wind hier in den letzten 10 Tagen am besten vorhergesagt hat. Die Genauigkeit hängt vom Spot und den Bedingungen ab. Deshalb kann sich das „beste“ Modell ändern.

  3. Wenn ein lokales oder regionales Modell verfügbar ist, prüfe es ebenfalls. Diese Modelle erfassen die Einflüsse von Küsten, Bergen und Tälern besser.
    Regionale Modelle
  4. Wenn es keine lokalen Modelle gibt, vergleiche GFS27 und ICON13 sowie an der Küste EXP3.
  5. Für mehr Vertrauen in die Vorhersage vergleiche alle Modelle im Tab „Vergleichen“.
    Tab zum Vergleichen
🌤

Tipp vom Meteorologen — vergleiche Modelle besonders dann, wenn:

  • Wind oder Regen nahe an deiner persönlichen Grenze für „Losgehen oder nicht?“ liegen
  • Gewitter möglich sind
  • Sich Vorhersagen zwischen Aktualisierungen stark ändern

Wenn du alle Schritte befolgt hast, liegen Vorhersagen dann nie mehr falsch? Leider nein. Das kannst du tun, wenn sie danebenliegen:

🌤

Tipp vom Meteorologen — mache im Nachhinein einen kurzen Check:

Vergleich der letzten 10 Tage

Wenn eine Wetterstation in der Nähe ist, vergleiche die Vorhersage mit dem tatsächlichen Wind:

Vergleich mit Wetterstationsdaten
  • Welches Modell lag am nächsten?
  • Stimmte der Zeitpunkt nicht, die Stärke nicht oder beides?

Wähle beim nächsten Mal für diesen Spot die Modelle, die am besten lagen.

✓ Jetzt denkst du wie ein Meteorologe.
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Mini-Glossar

Schau hier nach, wenn etwas unklar oder neu für dich ist.

Wettermodelle: Namen, Stärken und Eigenschaften

Globale Wettermodelle
Modell Besonders geeignet für Wählen, wenn … Darauf achten
ECMWF (10 Tage) ✅ Einsteiger. Erste Wahl für die meisten Entscheidungen Du dir einen ersten Überblick verschaffen möchtest Kann sehr lokale Effekte übersehen
GFS27 (10 Tage) Erste Wahl für Ozeane und langfristige Trends Du eine zweite Einschätzung und das große Ganze suchst Weniger Details in komplexem Gelände
ICON13 (7,5 Tage) Erste Wahl für komplexes Gelände Du Küsten- und Bergspots prüfst Kann an ruhigen Tagen über- oder unterschätzen
GFS+ (10 Tage) Erste Wahl für einen schnellen Küstenwind-Check Du Bedingungen für Wassersport gegenprüfen möchtest Kann bei ruhigen Bedingungen überschätzen
EXP-3 (10 Tage) Erste Wahl für Details an der Küste Es um Küstenlinien, Meerengen und geländebedingte Winde geht Modell wird weiterentwickelt
Regionale Wettermodelle
Modell Besonders geeignet für Wählen, wenn … Darauf achten
ICON7 (5 Tage) Erste Wahl als Regionalmodell für Europa Du einige Tage im Voraus planst Kann Brisen und Geländeeffekte übersehen
EXP-3 (10 Tage) Erste Wahl für Details an der Küste Es um Küstenlinien und Meerengen geht Modell wird weiterentwickelt
NAM (61 Std.) Erste Wahl für einen großräumigen Überblick in den USA Du eine zweite Einschätzung für die nächsten 1–2 Tage suchst Unterschätzt lokale Effekte
Lokale Wettermodelle
Modell Besonders geeignet für Wählen, wenn … Darauf achten
HRRR (36 Std.) USA, aktueller Tag: Schauer, Böenlinien und Böen Du für den heutigen Tag entscheidest Fleckige Windfelder über flachem Gelände
HRDPS (48 Std.) Kanada: kanalisierte Winde Du kanadische Küsten und Meerengen prüfst Weniger zuverlässig bei Schauern
AROME (42 Std.) Frankreich: Brisen und Talwinde Du für den heutigen Tag in Frankreich entscheidest Der Ort von Gewittern kann abweichen
ICON-D2 (27 Std.) Deutschland: Föhn und Talwinde Du eine kurzfristige Vorhersage für Deutschland brauchst Kann Starkregen überschätzen
UKV-2 (54 Std.) Großbritannien: Zeitpunkt von Fronten und schnellen Änderungen Sich eine Front nähert Zeitpunkt kann bei schnell ziehenden Stürmen abweichen
OpenSkiron (5 Tage) Routenplanung im Mittelmeer Du Routen für 3–5 Tage planst Kann Brisen übersehen
OpenWRF (2 Tage) Gegenprüfung im Mittelmeer Modelle kurzfristig voneinander abweichen Weniger zuverlässig bei schnellen Änderungen
ACCESS-C (36 Std.) Australische Küsten Du eine kurzfristige Vorhersage für Australiens Küste brauchst Deckt nur Teile Australiens ab

Meteorologische Begriffe

Windrichtung: Zeigt, woherder Wind weht. „Nordwind“ weht von Norden nach Süden.

Böen: Kurze Spitzen der Windgeschwindigkeit. Sie entscheiden oft darüber, ob sich die Bedingungen gut bewältigen lassen.

Radar: Tatsächlicher Niederschlag jetzt gerade, keine Vorhersage.

Nowcasting: Sehr kurzfristige Vorhersage auf Basis aktueller Beobachtungen, häufig zusammen mit Radar eingesetzt.

Wetterstation: Aktuelle Messwerte zu Wind, Böen und Windrichtung an einem konkreten Ort.

Front: Grenze zwischen Luftmassen. Steht mit Winddrehern, Schauern und schnellen Wetteränderungen in Verbindung.

Isobaren: Linien gleichen Luftdrucks. Engere Abstände bedeuten stärkeren Wind.

Wellenhöhe: Wie hoch die Wellen voraussichtlich werden.

Wellenperiode: Zeit zwischen den Wellen. Eine längere Periode bedeutet kraftvollere Wellen.

Wellenrichtung: Woher die Wellen kommen. Sie bestimmt, welche Spots den Wellen ausgesetzt sind.

See- / Landbrise: Lokale Winde durch Temperaturunterschiede zwischen Land und Wasser. Sie nehmen tagsüber zu und schwächen sich nach Sonnenuntergang ab.

Lokale Winde: Entstehen durch Gelände, Erwärmung oder Abkühlung. Können stark von der regionalen Vorhersage abweichen.

Windschatten: Bereich mit schwächerem Wind hinter einem Hindernis. An den Rändern ist der Wind schwächer und böiger.

Düseneffekt: Wind wird in engen Durchgängen wie Pässen, Meerengen und Tälern beschleunigt. Rechne mit stärkerem Wind und heftigeren Böen.

Globales Modell: Weltweite Abdeckung, geringerer Detailgrad.

Regionales Modell: Kleineres Gebiet, höherer Detailgrad.

Auflösung: Wie fein das Rechengitter des Modells ist. Weniger Kilometer Gitterabstand bedeuten mehr lokale Details.

✓ Du bist bereit — schau dir die Vorhersage an!
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Hilfe und Support

Support per E-Mail: windy@windyapp.co — ein freundliches und kompetentes Team, das dir gerne hilft!

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